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Vertragspflichten beachten: Welche Details Sie bei der Traktormiete berücksichtigen müssen.

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Nicht nur „Eigentum verpflichtet“ – auch bei der Anmietung eines Traktors ergeben sich verschiedene Verpflichtungen, die sich insbesondere aus dem geschlossenen Mietvertrag ableiten lassen. Die einzelnen im Vertrag enthaltenen Regelungen sollten Sie sich auf jeden Fall in Ruhe durchlesen und bei Unklarheiten genau erklären lassen. Denn Unwissenheit schützt vor den Konsequenzen nicht: Im ungünstigsten Fall könnte es zu kostspieligen Schäden kommen, die dann nicht mehr durch die Versicherung gedeckt werden. Wenn man sich jedoch an die vertraglichen Pflichten hält, sollte es keine Probleme geben.

Festgelegte Mietdauer beachten.

Die beabsichtigte Mietdauer eines Traktors wird schon bei der Anmietung festgelegt. Die Mietzeiträume können dabei flexibel von einer Woche bis zu einem Jahr vereinbart werden. Die Zeiträume müssen dann allerdings grundsätzlich eingehalten werden, da das Gerät möglicherweise nach Ablauf der eigenen Mietzeit bereits für einen anderen Kunden vorgesehen ist. Ist absehbar, dass man einen Traktor länger als vereinbart benötigt, sollte man sofort den Vermieter kontaktieren, um eine mögliche Verlängerung zu besprechen.

Festschreibung der enthaltenen Betriebsstunden.

Neben der Gesamtmietzeit wird in der Regel auch die Zahl der Betriebsstunden festgesetzt, die im Mietpreis enthalten sind. Meist erfolgt die Abrechnung auf Basis einer 40-Stunden-Woche. Ergibt sich eine intensivere Nutzung, wird diese gesondert berechnet. Wie hoch dieser Aufschlag ist, richtet sich nach der Art des Fahrzeugs und ggf. nach der Länge der Mietzeit.

Vereinbarten Einsatzzweck berücksichtigen.

Einen Traktor mietet man nicht „zum Spaß“, sondern als hochwertiges Arbeitsgerät. Dementsprechend verpflichten Sie sich als Mieter selbstverständlich zum arbeitsüblichen Einsatz und zum verantwortungsvollen Umgang mit der Maschine. Natürlich gelten für den Einsatz auch die Vorschriften der Straßenverkehrsordnung.

Fahrerbindung einhalten.

In der Regel wird im Vertrag fest vereinbart, wer die gemietete Maschine fahren darf. Die eingetragene Person muss dazu selbstverständlich über den notwendigen Führerschein verfügen. Selbstverständlich können auch mehrere Personen angegeben werden, wenn sie die Voraussetzungen erfüllen. Ein Wechsel des Fahrers zu einer nicht angegebenen Person ist nur in Ausnahmefällen möglich, zum Beispiel bei einem Notfall. Grundsätzlich muss die Fahrerbindung beachtet werden, um den Versicherungsschutz nicht zu gefährden.

Wartungsintervalle berücksichtigen.

Wird ein Traktor nicht nur für einen kurzen Zeitraum, sondern zum Beispiel eine ganze Saison lang gemietet, können in dieser Zeitspanne auch die regelmäßigen Wartungsarbeiten anfallen. Sollten dann zum Beispiel Servicearbeiten oder Ölwechsel nötig sein, müssen diese entsprechend eingeplant und von einer Fachwerkstatt durchgeführt und dokumentiert werden. Meist fällige Wartungsintervalle bei einer längerfristigen Anmietung schon im Voraus erkennbar. Lassen Sie sich dann am besten direkt die Fachbetriebe nennen, die die Arbeiten ausführen dürfen und vereinbaren Sie rechtzeitig die auch in Ihren Betriebsablauf passenden Termine.

Versicherungsfälle und Schäden unverzüglich melden.

Entstehen während der Mietzeit Schäden am oder durch den Traktor, sollten Sie diese umgehend dem Vermieter melden, damit je nach Schaden auch unverzüglich die Versicherung eingeschaltet werden kann. Andernfalls besteht die Gefahr, dass der Versicherungsschutz verloren geht und Sie auf den Kosten sitzen bleiben.

Reparaturen durch Fachwerkstätten.

Schäden an einem Traktor können auch unverschuldet entstehen, zum Beispiel durch Ermüdung eines Bauteils oder in Folge vorher nicht erkennbarer Herstellungsmängel. Ist am Traktor dann eine Reparatur notwendig, informieren Sie ebenfalls unverzüglich Ihren Vermieter und lassen Sie die notwendigen Arbeiten nach Absprache unbedingt von einer Fachwerkstatt durchführen, falls der Traktor sogar nicht in Gänze abgegeben und ein Ersatzfahrzeug bereitgestellt wird.

Rückgabe rechtzeitig veranlassen.

Nähert sich die Mietzeit dem Ende, sollte man notwendige Vorbereitungen zur Übergabe nicht auf den „letzten Drücker“ erledigen. Dazu gehört vor allem der insgesamt ordentliche und gereinigte Zustand des Traktors. Andernfalls kann Ihnen die erforderliche Reinigung zusätzlich in Rechnung gestellt werden. Die Reinigung ist auch zu Ihrer Sicherheit von Vorteil: Nur so können möglicherweise Schäden festgestellt werden, die dann bei der Übergabe einvernehmlich geregelt werden können. Achten Sie auch darauf, die Zubehörteile vor der Rückgabe auf Vollzähligkeit zu überprüfen.

 

Insgesamt besteht jedoch kein Grund zur Beunruhigung: Die vertraglichen Verpflichtungen sind eindeutig und bestehen auch für beide Seiten. So haben auch Sie als Mieter des Traktors einen Anspruch auf technisch einwandfreies Gerät und zuverlässige Lieferung der vereinbarten Leistung, um die Vorteile der Traktormiete für Ihren Betrieb voll ausschöpfen zu können.