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Traktor mieten – lohnt sich das? Die Pro- und Contra-Argumente für Landwirte.

 Traktor mieten – lohnt sich das? Die Pro- und Contra-Argumente für Landwirte.

Wenn Sie einen landwirtschaftlichen Betrieb führen, sollte für Sie das Mieten eines Traktors grundsätzlich immer eine Option sein, über die sich das Nachdenken lohnt.
Es ist tatsächlich eine Alternative, die Ihnen einen größeren Handlungsspielraum eröffnet, sowohl im Hinblick auf die zu erledigenden Arbeiten als auch in finanzieller Sicht.
Ob Sie sich dann für die Traktormiete entscheiden sollten oder nicht, hängt jedoch ganz wesentlich von der individuellen Situation und den Anforderungen Ihres Betriebs ab.
Mit unseren folgenden Pro- und Contra-Argumenten haben Sie eine übersichtliche Checkliste in der Hand und können selbst abwägen, ob das Mieten eines Traktors für Sie in Frage kommt.

Der größte Vorteil: Traktor mieten macht Sie flexibel.

• Flexibilität beim Einsatzzweck
Die Traktormiete bietet Ihnen als Landwirt größtmögliche Flexibilität. Für jeden Einsatz können Sie genau den richtigen Traktor auswählen. Zum Beispiel einen Traktor mit GPS für die Aussaat oder die Grasernte oder für die schwere Bodenbearbeitung einen Traktor mit mehr PS.

• Flexibilität bei sich ändernden Einflussfaktoren
Durch den Einsatz eines Miettraktors bleiben Sie auch flexibel, wenn sich verschiedene Faktoren kurzfristig verändern, zum Beispiel Wetterverhältnisse, Bodenverhältnisse, zur Verfügung stehende Arbeitskraft oder wenn Arbeiten beispielsweise an den Maschinenring oder Lohnunternehmer vergeben werden sollen.

• Transparente Kosten
Bei der Traktormiete entstehen Ihnen nur Kosten, wenn die Maschine gemietet wird. Laufende Kosten, wie Reparaturkosten, jährliche Versicherungskosten oder Finanzierungskosten entstehen nicht. Darüber hinaus müssen sich keine Gedanken über Kapitalbindung oder Abschreibung gemacht werden. Durch das Senken von Kosten können Sie so die Effizienz Ihres landwirtschaftlichen Betriebs erhöhen.

• Schnelle Verfügbarkeit
In der Regel steht ein Miettraktor innerhalb von 48 Stunden einsatzbereit auf dem Hof. Auch der Ablauf der Anmietung eines Traktors ist ganz einfach. So kann auch bei kurzfristiger Planung oder unvorhergesehenen Ereignissen schnell reagiert werden.

• Guter technischer Zustand
Miettraktoren werden regelmäßig technisch gewartet und im einwandfreien Zustand gehalten, so dass sie bei Übergabe an den Betrieb sofort einsatzbereit sind.

• Verschiedene Mietzeiträume
Die Mietzeiträume reichen in der Regel von einer Woche bis zu einer ganzen Saison. Je nach Anforderung kann so genau festgelegt werden, wann ein Miettraktor sinnvoll ist.

• Traktor vor einem Kauf testen
Mit der Miete eines Traktors können Sie im Alltagseinsatz ausprobieren, ob eine Maschine zum eigenen Betrieb passt, bevor Sie sich möglicherweise für einen Kauf entscheiden.

Der größte Nachteil: Miettraktoren sind kein Eigentum.

• Keine Eigentumsrechte
Miettraktoren bleiben Eigentum der Mietanbieter und sind entsprechend zu behandeln. Eigene Umbauten, Reparaturen oder auch der zeitweise Weiterverleih, zum Beispiel an einen benachbarten Betrieb, sind damit ausgeschlossen.

• Keine spontane Verfügbarkeit
Die Anmietung eines Traktors ist zwar auch kurzfristig möglich, dennoch muss man stets mit etwa 48 Stunden Vorlaufzeit rechnen. Ein spontaner Einsatz innerhalb weniger Minuten, um etwaige Zeitfenster sofort auszunutzen, ist also nicht möglich.

• Schadensrisiko muss versichert sein
Möglicherweise im Betrieb entstandene Schäden am Miettraktor kann man nicht einfach ignorieren oder zu einem späteren Zeitpunkt selbst beheben. Reparaturen müssen von einem Fachbetrieb durchgeführt werden und es sollte vorher genau darauf geachtet werden, welche Schäden von der Versicherung für den Miettraktor gedeckt werden.

• Vertragsbedingungen sind zu beachten
Je nach Miettraktoranbieter können die Verträge unterschiedlich gestaltet sein. Dies gilt es auch im Detail zu beachten, um Risiken bei der Traktormiete zu vermeiden. Zum Beispiel sollte klar geregelt sein, wer den Traktor fahren darf oder ob der Traktor nachts in einer verschlossenen Halle abgestellt werden muss. Hierbei ein „Auge zuzudrücken“ kann bei Schäden teuer werden.

• Zeit für Abholung und Rückgabe berücksichtigen
Bei Abholung des Miettraktors wird ebenso wie bei der Rückgabe ein Protokoll erstellt, das den Zustand und eventuelle Schäden dokumentiert. Ebenso ist, je nach Entfernung zum Anbieter, mehr oder weniger Zeit für Abholung und Rückgabe der Maschine einzuplanen.

Lohnt sich ein Miettraktor oder ein Kauf? Rechnen Sie selbst!
Unterm Strich können viele Gründe für einen Miettraktor sprechen. Sie sollten daher ganz konkret die Arbeitsperioden in Ihrem Betrieb durchleuchten und festhalten, wann welche Maschine gebraucht wird und welche Kosten durch einen eigenen Traktor im Vergleich zu einem Miettraktor entstehen.