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Kalkulieren und entscheiden: Fragen und Risiken zur Traktormiete.

 Kalkulieren und entscheiden: Fragen und Risiken zur Traktormiete.

Wer für seinen landwirtschaftlichen Betrieb bisher voll auf Eigenmechanisierung gesetzt hat, für den stellen sich bestimmt einige Fragen zum Einsatz eines gemieteten Traktors und insbesondere zu den damit verbundenen Risiken. Dabei gilt auch hier das alte Sprichwort: „Gefahr erkannt, Gefahr gebannt!“ Wobei die Bezeichnung „Gefahr“ sicherlich zu hoch gegriffen ist: Vielmehr ist die Traktormiete heute eine seriöse und betriebswirtschaftlich gut kalkulierbare Alternative zum Kauf eines Geräts.

Wie sollte man die Traktormiete „angehen“?

Überlegen Sie zunächst, welche konkrete Situation sich in Ihrem Betrieb stellt: Ist ein eigener Traktor ausgefallen? Müssen Arbeitsspitzen aufgefangen werden oder benötigen Sie für eine Aufgabe eine besondere PS-Klasse? Grundsätzlich gibt es verschiedene Situationen, in denen Sie den Einsatz eines Miettraktors abwägen können. Die generellen Vorteile der Traktormiete können Sie auch hier noch einmal nachlesen.

Traktor auswählen, Angebote einholen.

Stellen Sie fest, über welche Leistung und welche Ausrüstung der benötigte Traktor verfügen soll. Fragen Sie beim Anbieter Ihrer Wahl nach der Verfügbarkeit der gewünschten Fahrzeugklasse und lassen Sie sich die anfallenden Kosten vorlegen.

Grundsätzlich ist das Mieten eines Traktors auch im Hinblick auf die Kosten sehr transparent und gut kalkulierbar: Die wesentlichen Faktoren sind dabei:

  • Art des Traktors bzw. die PS-Klasse
  • Gewünschte zusätzliche Ausstattung
  • Dauer der Anmietung
  • Über die Anmietungsvereinbarung hinausgehende Betriebsstunden
  • Versicherung

Lohnt sich die Traktormiete für Ihren Betrieb?

Behalten Sie kühlen Kopf und rechnen Sie mit spitzem Bleistift, ob sich die zeitlich begrenzte Miete eines Traktors für Sie lohnt. Unterm Strich muss es sich für Sie ganz einfach wirtschaftlich rechnen! Neben der reinen Rechnerei gibt es auch noch weitere Pro- und Contra-Argumente zur Traktormiete, die Ihnen bei der Entscheidung helfen können. Ist der Entschluss gefasst, besprechen Sie mit Ihrem Anbieter in Ruhe die vertraglichen Details.

Beachten Sie die vertraglichen Vereinbarungen.

Die Miete eines Traktors geschieht nach vertraglich eindeutig festgehaltenen Regelungen, auf die sich beide Seiten verlassen dürfen. Prüfen Sie den Vertrag im Hinblick auf Vorgaben, die Sie möglicherweise nicht erfüllen können und lassen Sie sich bei Unklarheiten beraten.

Wer darf den Miettraktor fahren?

Achten Sie darauf, wer vertraglich als Fahrer des Miettraktors eingetragen ist. Sollen mehrere Personen das Gerät führen dürfen, muss dies entsprechend vereinbart sein, um den Versicherungsschutz nicht zu gefährden. Selbstverständlich können auch später noch Fahrer ergänzt werden, falls es zum Beispiel während eines längeren Mietzeitraums zu einem Personalwechsel kommt. Natürlich dürfen grundsätzlich nur Personen mit der entsprechenden Fahrerlaubnis den Traktor führen.

Wer haftet bei Schäden am Traktor?

Gute Anbieter vermieten die Traktoren mit einem Rundum-sorglos-Paket. Die genauen Bedingungen und Selbstbehalte sollten Sie dann aber in den jeweiligen AGBs nachschlagen. Im Prinzip sind Sie aber durch den Versicherungsschutz gegen die Schäden abgesichert, die im üblichen Arbeitseinsatz entstehen können.

Ist der gewünschte Traktor auch verfügbar?

Größere Mietanbieter wie zum Beispiel First Claas Rental stellen in der Regel eine große Auswahl an Traktoren in verschiedenen PS-Klassen bereit. Spezielle Fahrzeuge können hier bei Bedarf auch von anderen Niederlassungen zugeführt werden, so dass es kein Problem sein sollte, ein passendes Gerät zu finden – insbesondere bei rechtzeitiger Planung.

Was ist, wenn der Miettraktor ausfällt?

Bei einem unvorhergesehenen Ausfall des Fahrzeugs greifen die vertraglichen Regeln für ein Ersatzgerät. Achten Sie darauf, dass Ihnen die Stellung einer Ersatzmaschine innerhalb eines angemessenen Zeitraums, zum Beispiel 48 Stunden, garantiert wird.

Können Mietzeit und Betriebsstunden verlängert werden?

Grundsätzlich kann die Mietdauer des Traktors problemlos verlängert werden. Setzen Sie sich rechtzeitig mit Ihrem Mietanbieter in Verbindung, damit das Gerät entsprechend eingeplant werden kann. Die Auslastung während der Mietzeit ist in der Regel auf 40 Stunden pro Woche vereinbart. Sie können den Traktor natürlich bei Bedarf auch intensiver nutzen. In diesem Fall werden die gefahrenen Mehrstunden zum gleichen Stundensatz wie in der normalen Mietzeit verrechnet. Informieren Sie sich über diese Stundensätze, damit Sie genau kalkulieren können. Nicht genutzte Betriebsstunden werden nicht erstattet.

Einen Traktor zu mieten ist also gar nicht so schwer: Sprechen Sie mit Ihrem Mietanbieter die oben genannten Fragen durch und Sie eröffnen sich für neue Optionen – nicht nur, um anstehende Aufgaben zu erledigen, sondern auch, um möglicherweise die Wirtschaftlichkeit Ihres Betriebs zu verbessern.