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6 Tipps zum Maschinencheck der eignen Landtechnik.

 6 Tipps zum Maschinencheck der eignen Landtechnik.

Ein rechtzeitiger Maschinencheck reduziert das Ausfallrisiko in der Ernte und rechnet sich langfristig. Wer seine Technik vor und nach der Saison gründlich durchcheckt, kommt besser durch die nächsten Arbeitsspitze. Und am Ende ist es auch betriebswirtschaftlich sehr sinnvoll: denn gewartete und durchgecheckte Landtechnik funktioniert reibungslos und man verliert keine Zeit und Geld auf Acker oder Wiese.

Karl Heinz Wöger, QUADRANT Spezialist der CLAAS Württemberg GmbH, erklärt, worauf es am Beispiel des Pressen-Check am Beispiel einer QUADRANT ankommt.

Tipp 1: Der Basis-Check

Nach längeren Standzeiten sollte man als Erstes per Rund- um-Check alle grundsätzlichen Dinge an der Maschine prüfen: Stimmt der Reifendruck? Funktionieren die Bremsen und die Beleuchtung? Sind alle Radschrauben fest angezogen? Das klingt selbstverständlich, wird in der Praxis aber oft vernachlässigt.

Tipp 2: Sicherheitseinrichtungen prüfen

Als zentrales Element sind auf jeden Fall die Gelenkwellen zu prüfen und bei Bedarf zu schmieren, auch wenn die Schmierintervalle heutzutage recht lang sind. Ganz wichtig sind die Sicherheitseinrichtungen der Presse. Die Reibkupplung am Schwungrad muss unbedingt vor dem Erntestart einmal gelüftet werden, damit sie nicht verklebt. Auch die Abscherschrauben an Knoter und Schwungrad erneuert man am besten nach jeder Saison, selbst wenn sie noch gut aussehen. Wichtig dabei ist, die neuen Schrauben richtig zu montieren. Denn Scherschrauben müssen am Schaft brechen, nicht am Gewinde.

Tipp 3: Ölstände kontrollieren

In der Presse gibt es diverse Einzelgetriebe mit eigenem Ölhaushalt. Dazu gehören z. B. Eingangs- und Hauptgetriebe sowie Rotor-, Raffer- und Knotergetriebe. Damit jedes einzelne Getriebe optimal läuft, müssen alle Ölstände vor dem ersten Einsatz geprüft und bei Bedarf aufgefüllt werden. Ist das vorgegebene Stundenintervall überschritten, steht ein Austausch des Öls an. Fehlender Schmierstoff in einem der Getriebe kann ein Hinweis auf ein Leck im System sein. Hier ist es meist ratsam, die Werkstatt einzubinden.

Tipp 4: Messer scharf halten

Scharfe Messer sind das A und O für eine optimale Strohqualität, insbesondere beim Pressen mit FINE CUT System. Aber nicht nur vor dem Start in die Saison sollten die Messer geschärft werden, sondern auch in der Erntephase. Ich empfehle deshalb zwei Messersätze, die im Wechsel geschärft und gefahren werden. Aber auch die Messeraufhängung muss unbedingt intakt sein und sollte entsprechend vor dem ersten Einsatz gründlich auf eventuelle Schäden durch Fremdkörper geprüft werden.

Tipp 5: Grundeinstellungen prüfen

Die in der Betriebsanleitung empfohlenen Grundeinstellungen für zentrale Einheiten der Presse, wie die Stellung der Nadel zum Kolben oder zum Knoter, sind wichtig für ein störungs- freies Arbeiten der Presse. Deshalb sollten sie unbedingt geprüft werden. Noch wichtiger ist ein Check der Kolbensperre. Wenn diese Sperre bei einer Störung nicht greift, während die Nadeln im Presskanal stehen, kommt es zur Kollision. Dann wird es richtig teuer.

Tipp 6: Der CLAAS Nacherntecheck

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte den Service des CLAAS Nacherntechecks in Anspruch nehmen. Dabei untersuchen Fachleute die gesamte Maschine gründlich auf Mängel, Verschleiß und Schwachstellen, die bei der nächsten Ernte schwere Schäden zur Folge haben können. Alles wird gründlich dokumentiert und anschließend gibt es eine ausführliche Beratung. Ich kann diesen Check nur wärmstens empfehlen. Denn nach meiner Erfahrung kommen Maschinen, die beim Nacherntecheck waren, immer ohne nennenswerte Ausfälle durch die Saisonso Karl Heinz Wöger abschließend.

Selbstverständlich haben Ihre Händler vor Ort auch noch Tipps für andere Geräte, rufen Sie an und fragen einfach einmal nach.